34. Wurzer Sommerkonzerte 2021

31. Juli bis 04. September 2021
im Historischen Pfarrhof - in Wurz - in der Oberpfalz

Programm 2021

Ein Sommernachtstraum

Stand 23.09. 2021

Samstag,  24.07.2021
18 :00 Uhr
Ruzaliia Kasimova, Klarinette, Valentina Shvetcova, Klavier
Pre-Opening:
Kammermusik-Raritäten

Brahms, Klarinettensonate f-Moll op. 120 Nr. 1, Reger, 2 Sonaten op. 49, A. Berg, 4 Stücke op. 5
Ruzaliia Kasimova, Klarinette
Valentina Shvetcova, Klavier
Die Klarinettistin Ruzaliia Kasimova ist Gewinnerin des Kanzler-Stipendiums 2020 der Alexander von Humboldt-Stiftung zur Förderung des deutsch-russischen Kulturaustausches und mehrfache Preisträgerin Internationaler Musik- und Kammermusikwettbewerbe. Mit ihrer Studienkollegin Valentina Shvetcova erhielt sie 2019 den dritten Preis beim Internationalen Duo-Wettbewerb in Katrineholm, Schweden.
Als künstlerische Direktorin organisierte Ruzaliia Kasimova Internationale Kammermusikfestivals am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, so einen „Klarinetten-Marathon“ und die „Max Reger Season“, und leitet das Projekt „Kammermusik-Raritäten“ zur Förderung vergessener und selten gespielter Werke russischer und deutscher Komponisten.
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Samstag,  31.07.2021
18 :00 Uhr
Tschechisches Nonett
Eröffnungskonzert

Martinů, Mozart, Dvořák
Romana Zieglerová, Violine
Vladimír Kroupa, Viola
Simona Hečová, Violoncello
David Pavelka, Kontrabass
Jiří Skuhra, Flöte
Vladislav Borovka, Oboe
Aleš Hustoles, Klarinette
Pavel Langpaul, Fagott
Jiří Špaček, Waldhorn
Bohuslav Martinů:
(1890 - 1959)
Nonett Nr. 2, H374
Poco allegro

Andante
Allegretto
Wolfgang Amadeus Mozart:
(1756 - 1791)
Oboenquartett F-Dur, KV 370
Allegro
Adagio
Rondeau. Allegro
Antonín Dvořák:
(1841 – 1904)
Serenade d-Moll, op. 44
Bearbeitung für Nonett von František Hertl
Moderato quasi marcia
Minuetto
Andante con moto
Finale. Allegro molto
➥ zum Programmzettel
Das tschechische Nonett ist eines der ältesten Kammerensembles weltweit. Gegründet wurde es im Jahre 1924 und wurde innerhalb von kurzer Zeit zu einem bedeutenden Klangkörper mit klassischem Repertoire und in vielerlei Hinsicht bahnbrechend für neue Musik. Tschechisches Nonett hat durch seine Interpretationen und der originellen Instrumentalbesetzung viele bekannte zeitgenössische Komponisten zu neuen Kompositionen inspiriert, genannt seien an dieser Stelle Prokofjew, Lutosławski, Martinů, Hába u. a.
Die spezifische Instrumentalbesetzung (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Bläserquintett) bietet eine fast unerschöpfliche Skala an Farbkombinationen mit dem vollen Klang eines Kammerorchesters. Dadurch ist es möglich, Kompositionen vom Barock bis zur Gegenwart ins Repertoire aufzunehmen.
Das Tschechische Nonett stellte sich bereits auf zahlreichen internationalen Musikfestivals vor: den Salzburger Festspielen, Edinburgh International Festival, Montreux, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Festivals La Folle journée de Nantes, Festival de Música de Canarias, Prager Frühling und anderen.
Es absolvierte viele Konzerttourneen durch europäische Länder (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Holland, Spanien, Italien, Frankreich), weiter durch Länder Nord- und Südamerikas, Japan und Afrika und trat ebenfalls auf bedeutenden internationalen Konzertbühnen auf: Wiener Musikverein, Montreaux Auditorium Strawinski, München Herkulessaal, Auditorio de Zaragoza, Lyon Auditorium, Washington Library of Congress, Playhouse Vancouver, Dvorak-Saal des Prager Rudolfinums usw.
Die umfangreiche Diskographie des Tschechischen Nonetts umfasst fünfundvierzig Langspielplatten und CDs der Firmen Supraphon, Panton und Harmonia Mundi.
Für die Aufnahmen für die französische Edition Praga Digitals mit dem internationalen Vertriebsnetz Harmonia Mundi, mit dem das Tschechische Nonett einen Exklusivertrag abgeschlossen hat, erhielt das Ensemble eine ganze Reihe wichtiger Preise. Die Aufnahme des Nonetts mit Werken von Bohuslav Martinů erhielt von der bekannten Rezensionszeitschrift Répértoire höchste Ehren – den Preis 10 du Répértoire, und die Aufnahmen Beethovenscher Kompositionen gewannen den Preis Choc du Monde de la Musique. Für Praga Digitals hat das Tschechische Nonett auch Kompositionen von Brahms, Mozart, Roussel, Prokofjew, Spohr, Dvořák u. a. eingespielt.
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Sonntag,  01.08.2021
16 :00 Uhr
Zemlinsky Quartett
Zum 180. Geburtstag von Antonin Dvořák:

SQ Nr. 1 A-Dur, op. 2 B8, Zypressen für SQ B152, SQ Nr. 12 F-Dur, op. 96, B179 „Amerikanisches“
František Souček – Violine
Petr Střížek – Violine
Petr Holman – Viola
Vladimír Fortin – Violoncello
zum Programm
Sieger im Internationalen Wettbewerb für Streichquartette Bordeaux 2010

Das ZEMLINSKY QUARTETT knüpft seit seinem Bestehen 1994 an die reiche Tradition der tschechischen Quartett-Schule an. Es gewann den ersten Preis im Internationalen Wettbewerb für Streichquartette in Bordeaux (2010), ist Preisträger des Prager Frühlings und der internationalen Streichquartettwettbewerbe im kanadischen Banff und in London, wo es zugleich den Publikumspreis errang. Auch aus anderen Wettbewerben ging es als Sieger hervor (Beethovenův Hradec, New Talent Bratislava, Wettbewerb der B.-Martinů-Stiftung Prag). Im Jahre 2005 wurde dem Quartett der Preis des Tschechischen Vereins für Kammermusik verliehen und 2009 der Förderpreis des Alexander-Zemlinsky-Fonds in Wien. Im Rahmen seiner Tourneen bereiste das Quartett bereits vier Kontinente. Sein Repertoire umfasst mehr als 200 Werke führender tschechischer und internationaler Komponisten. Nach den erfolgreichen Einspielungen tschechischer Musik auf den ersten beiden CDs unterschrieb das Zemlinsky-Quartett einen exklusiven Aufnahmevertrag mit der französischen Firma Praga Digitals. Für sie hat es bereits vierzehn Titel einschließlich eines Satzes von vier CDs mit dem frühen Quartettschaffen A. Dvořáks aufgenommen, wofür es den prestigeträchtigen französischen Schallplattenpreis „Diapason d´Or“ erhielt. Zahlreiche Aufnahmen machte das Quartett auch für den Tschechischen Rundfunk.

Während des Studiums am Prager Konservatorium und an der Prager Musikhochschule wurde das Quartett zunächst von Musikern renommierter tschechischer Kammerensembles geschult: des Quartetts der Hauptstadt Prag, des Talich-, Kocian- und Pražák-Quartetts. Später studierte das Quartett bei dem legendären Musikpädagogen und Primarius des LaSalle-Quartetts Walter Levin. In den Jahren 2006-2011 assistierten die Mitglieder des Zemlinsky-Quartetts an der Musikakademie Basel in der Schweiz und lehrten an der Internationalen Sommer-Musikakademie in Pilsen, das sie auch mitorganisierten (2007-2011). Im Rahmen ihrer Turneen unterrichten sie auch in Meisterkursen für Studenten sämtlicher Alterskategorien. F. Souček und P. Holman haben seit kurzem auch Lehraufträge am Prager Konservatorium.
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Samstag,  07.08.2021
18 :00 Uhr
Tschechisches Philharmonisches Sextett
Spohr, C-Dur op. 140, Brahms, B-Dur, op. 18
Jan Fišer | Libor Vilímec – Violinen
Jaroslav Pondělíček | Jan Šimon – Violas
František Host | Josef Špaček – Violoncellos
Louis SPOHR
(1784-1859)
Streichsextett C Dur op.140
Allegro moderato
Larghetto
Scherzo - Moderato
Finale - Presto
Johannes BRAHMS
(1833-1897)
Sextett B Dur, op. 18
Allegro ma non troppo
Andante, ma moderato
Scherzo. Allegro molto - Trio. Animato
Rondo. Poco Allegretto e grazioso
➥ zum Programmzettel
Das Sextett der tschechischen Philharmoniker wurde im Jahre 1994 von führenden Spielern der Tschechischen Philharmonie gegründet. Seine Zusammensetzung, Paare von Geigen, Bratschen und Celli, bildet ein einzigartiges, permanentes international renommiertes Kammerensemble. An der Spitze steht die Vertreterin des Konzertmeisters der Tschechischen Philharmonie – Irena Jakubcová. Die wichtigsten Vertreter dieses Ensembles sind ferner der Konzertmeister Violoncellist František Host und der erste Violaspieler, Violagruppenführer Jaroslav Pondělíček, der zu den führenden tschechischen Bratschisten gehört.

Die Motivation zur Gründung des Sextetts war nicht nur ein interessanter – im Vergleich zum Streichquartett – satterer Klang, sondern auch wertvolle Stücke großer Meister für Streichsextett, die eher sporadisch aufgeführt werden. Das Sextett der tschechischen Philharmonie hat während seines Bestehens unzählige Konzerte gegeben und gewann Anerkennung und Respekt von Zuhörern und sowohl der heimischen als auch der ausländischen Kritik.

Mit ihrem jährlichen Gastspiel in Japan, haben sie sich in das Bewusstsein der japanischen Zuhörer gespielt. Sie sind jetzt in Japan bekannt. Für den japanischen Markt werden Platten in Kooperation mit den Plattenfirmen wie Arco Diva und Artesmon in Tschechien aufgenommen.
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Sonntag,  08.08.2021
16 :00 Uhr
Dauprat Hornquartett
Beethoven, Mituschin, Zulueta, Rossini, Wunderer, Hummel, Mendelssohn Bartholdy, Fleury, Hoffmann-Kern, Desportes
Peter Bromig (Horn)
Sebastian Schindler (Horn)
Daniel Lienhard (Horn)
Catherine Eisele (Horn)

Alexander MITUSCHIN
(1850-1920)
Concertino für vier Hörner
Ludwig VAN BEETHOVEN
(1770-1827)
"Mir ist so wunderbar" aus "Fidelio", historische Bearbeitung für vier Hörner
Jorge ZULUETA
(*1934)
Suite aus der Kammeroper "Tango mon amour" für vier Hörner (2006)
Gioachino ROSSINI
(1792-1868)
Cavatine aus "Otello", historische Bearbeitung für vier Hörner
Anton WUNDERER
(1850-1906)
Jagdfantasie für vier Hörner op. 67 (1894)
PAUSE
Luise HOFFMANN-KERN
(1841-1929)
Notturno und Jagdstück für vier Hörner (2. Hälfte 19. Jh.)
Johann Nepomuk HUMMEL
(1778-1837)
Andante, historische Bearbeitung für vier Hörner
Charles FLEURY
(1. Hälfte 19. Jh.)
Quatuors op. 1 für vier Hörner
Felix MENDELSSOHN BARTHOLDY
(1809-1847)
Abschied der Zugvögel und Frühlingslied, arrangiert für vier Hörner von Lothar Kempter (1844-1918)
Yvonne DESPORTES
(1907-1993)
Zwei Serenaden für vier Hörner (1948)
➥ zum Programmzettel
Das 1983 gegründete Dauprat-Hornquartett, benannt nach dem bedeutenden französischen Hornvirtuosen und Komponisten Louis-François Dauprat (1781-1868), besteht aus HornistInnen verschiedener Orchester, unter anderem des SWR Symphonieorchesters und des Berner Symphonieorchesters.
Das Quartett hat es sich zum Ziel gesetzt, die interessantesten Kompositionen für vier Hörner aus allen Stilbereichen in sorgfältig erarbeiteten Interpretationen aufzuführen. Besonderes Gewicht legt das Ensemble auf die Einstudierung unbekannter, oft in Bibliotheken und Privatsammlungen entdeckter Werke der klassisch-romantischen Epoche wie auch auf die gezielte Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Musik.
Einen besonderen Akzent setzte 1984 die moderne Erstaufführung des 1817 komponierten Konzerts für vier Hörner und Orchester des Berliner Beethoven-Zeitgenossen Georg Abraham Schneider, des bedeutendsten Werks für diese Besetzung vor Schumanns Konzertstück op.86. Das Dauprat-Hornquartett hat in verschiedenen Ländern Rundfunkproduktionen gemacht; im Konzert war es unter anderem in Berlin, Stuttgart, Köln, Wien, Salzburg, Prag, Paris, Strassburg, Zürich, Basel, Venedig, Neapel und Amsterdam zu hören, ausserdem am Rheingau Musik Festival, am Festival de l’Ile de France (Frankreich), an den Festspielen „Europäische Wochen“ in Passau, an den Zwickauer Robert-Schumann-Musiktagen, an den 9. Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik, an den „Gustav Mahler Musikwochen“ in Toblach (Südtirol) und in der Konzertreihe „Komponistinnen und ihr Werk“ in Kassel.
2005 erschien bei dem Label „Musiques suisses“ eine CD des Dauprat-Hornquartetts mit Werken von Templeton Strong, Erik Székely, Ernst Widmer, Daniel Lienhard, Klaus Cornell, Andreas Pflüger und Roland Moser (MGB CD 6226, Schweizer Hornquartette Vol. I). Mit den international mehrfach ausgezeichneten «Männerstimmen Basel» nahm das Quartett 2014 für eine CD des Chors Werke von Franz Schubert, Carl Maria von Weber und Carl Goldmark auf. Das Label WERGO veröffentlichte 2016 eine CD mit Werken von Violeta Dinescu, darunter mit dem Dauprat-Hornquartett «Die Glocke im Meer» für Flöte und vier Hörner (WER 7324 2). Das Quartett hatte dieses Werk, zusammen mit der Flötistin Carin Levine, bereits in Kassel uraufgeführt.
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Samstag,  14.08.2021
18 :00 Uhr
The Twiolins
"Eight Seasons" (Vivaldi und Piazzolla)

FRÜHLING

  • A. Vivaldi: La Primavera, Op. 8, RV 269, 1. Allegro
  • A. Piazzolla: Milonga del Angel
  • A. Vivaldi: La Primavera, Op. 8, RV 269, 2. Largo
  • A. Piazzolla: La Muerte del Angel
  • A. Vivaldi: La Primavera, Op. 8, RV 269, 3. Allegro pastorale
  • A. Piazzolla: Resurreccion del Angel

SOMMER

  • A. Vivaldi: L’Estate, Op. 8, RV 315, 1. Allegro non molto
  • A. Piazzolla: Oblivion
  • A. Vivaldi: L’Estate, Op. 8, RV 315, 2. Adagio - Presto
  • A. Piazzolla: Fuga y Misterio
  • A. Vivaldi: L’Estate, Op. 8, RV 315, 3. Presto

P A U S E

HERBST

  • A. Vivaldi: L’Autunno, Op. 8, RV 293, 1. Allegro
  • A. Piazzolla: Mi Exaltacion
  • A. Vivaldi: L’Autunno, Op. 8, RV 293, 2. Adagio molto
  • A. Piazzolla: Buenos Aires Hora Cero
  • A. Vivaldi: L’Autunno, Op. 8, RV 293, 3. Allegro
  • A. Piazzolla: Psicosis

WINTER

  • A. Vivaldi: L’Inverno, Op. 8, RV 297, 1. Allegro non molto
  • A. Piazzolla: Adios Nonino
  • A. Vivaldi: L’Inverno, Op. 8, RV 297, 2. Largo
  • A. Piazzolla: Milonga en Re
  • A. Vivaldi: L’Inverno, Op. 8, RV 297, 3. Allegro
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Programm "EIGHT SEASONS"

Was haben Vivaldi und Piazzolla gemeinsam? Wie reagieren die "Vier Jahreszeiten", wenn sie mit Tangos kombiniert, gleichermaßen durchsetzt werden? The Twiolins - von keiner Genregrenze aufzuhalten - haben sich diesen Fragen angenommen und ganze eigene, neue "Eight Seasons" kreiert:

Der Frühling steht ganz im Zeichen der Engel, sie sterben und erstehen auf, der Sommer erfährt Melancholie und Mystik, der Herbst werden die Jagdhörner durch eine Hora Zero angehalten und im Winter möchte man Tango tanzen, zurück in den Süden...

Es war ein Abenteuer, auf dass sich die Twiolins mit dem Arrangement der Vier Jahreszeiten und der Tangos von Piazolla eingelassen haben, doch Tage und Nächte über den Noten entfesselten ungekannte Kreativitäten. Sowohl Vivaldi als auch Piazolla haben eine Wandlung erfahren und zeigen neue Aspekte in dieser kammermusikalischen Version, die diese großen Werke der Weltliteratur so noch nicht gezeigt haben. Dieses Projekt nimmt den Hörer mit auf eine musikalische Reise durch zwei Jahrhunderte und Hemisphären und eliminiert die Grenzen zwischen Kontinenten, musikalischen Grenzen und Traditionen, ohne ihre Essenz zu kompromittieren.
Das Album erschien im Februar 2021 bei Solo Musica.

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Sonntag,  15.08.2021
16 :00 Uhr
Trio Lirico
Streichtrios von Schubert, Weinberg und Reger, Duo für Violine und Viola von Mozart
Franziska Pietsch - Violine
Sophia Reuter - Viola
Hila Karni - Violoncello
Franz Schubert Streichtrio B-Dur D 471
Allegro
Mieczyslaw S. Weinberg Streichtrio op.48
Allegro con moto
Andante
Moderato assai
P A U S E
W.A. Mozart Duo für Violine und Viola G-Dur KV 423
Allegro
Adagio
Rondeau. Allegro
Max Reger Streichtrio d-moll op. 141b
Allegro
Andante molto sostenuto con variazioni
Vivace
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Die drei Musiker des Trio Lirico verbindet zum einen ihre Leidenschaft für die Kammermusik; zum anderen verfolgen alle drei auch ihre Karrieren als Solisten. Diese solistische Prägung im Kammermusikverbund ist das Markenzeichen des Ensembles: Die kammermusikalische Zwiesprache wird mit solistischer Leidenschaft gehalten, drei charaktervolle Persönlichkeiten „unterhalten“ sich auf Augenhöhe, pflegen ihre Individualität, ohne die Ensemble-Homogenität zu vernachlässigen. Dabei heraus kommt eine einzigartige Mischung voller Temperament, Spielfreude und reizvoller Spannungen. Hinzu kommt der nuancenreiche, beseelte Streicherklang und die gelungene Verbindung von Stiltreue und persönlichem Zugriff in den Interpretationen: All dies führte dazu, dass sich das Trio Lirico bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 2014 erfolgreich im Konzertleben etablieren konnte.

Das weitgefächerte Repertoire reicht von der Klassik bis hin zu zeitgenössischen Werken; zusätzlichen Charme verleiht den Konzerten die Integration von Streichduos in die Trio-Programme.

Anlässlich des 100. Todesjahres von Max Reger hat das Trio sein Debüt Album beim Label audite aufgenommen. Die CD ist im Herbst 2017 erschienen und wurde von der internationalen Fachpresse mit begeisterten Kritiken bedacht.

The German ensemble Trio Lirico do an outstanding job, giving performances that are light and buoyant, with beautiful clarity of texture and finely gauged balance between the instruments Fanfare (Fanfare, 01.07.2018)

Eine weitere Einspielung mit Werken von Schnittke, Weinberg und Penderecki wurde im September 2019 veröffentlicht. Sie erhielt Nominierungen für den Preis der deutschen Schallplattenkritik sowie den ICMA 2020.

Eine gehörige Portion streicherisches Können, viel Übersicht und eine überragende gestalterische Linie hört man dem Trio Lirico in jedem der drei Werke an. Der Intensität der Darstellung kann man sich beim Hören dieser CD kaum entziehen. (Das Orchester, Januar 2020)

Spätestens seit ihrem Debüt Konzert in der Laeizhalle Hamburg werden dem Trio zahlreiche Uraufführungen gewidmet. So schrieben unter anderem Thorsten Encke, Wolfgang-Andreas Schultz und Georg Christoph Biller, Thomaskantor zu Leipzig (1992-2015), Werke für das Ensemble.

Anfang 2021 fand ein Wechsel in der Besetzung des Trios statt. Johannes Krebs hat aus persönlichen Gründen das Trio verlassen. Seit April ist Hila Karni die neue Cellistin des Ensembles.

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Samstag,  21.08.2021
18 :00 Uhr
Ein Abend für Max Reger und Richard Strauß...
Reger, Strauß, Bartok, Schubert, Mangani
Justyna IInicka (Sopran)

Gabriel Lieli (Klarinette)
Katharina Teufel-Lieli (Harfe)
Moderation Bernhard Steghöfer
Max RegerAlbumblatt
Romanze
Ein Vöglein singt op. 37/2
Waldeinsamkeit op. 76/3
Duett op. 14/1/2/3
Richard Strauß Ständchen op. 17
Ich wollte ein Sträußlein binden op. 68/2
Béla Bartok Sechs rumänische Tänze
Franz Schubert Der Hirt auf dem Felsen
Michele Mangani Albumblatt
Schubert Wiegenlied D498
R. Strauß Wiegenlied
M. Reger Wiegenlied
Zugabe:
Robert Schumann

Wiegenlied
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Sonntag,  22.08.2021
16 :00 Uhr
Duo Violine und Akkordeon
Miroslav Vilímec, Violine, Jarmila Vlachová, Akkordeon

Von Scarlatti bis John Wiliams („Schindlers Liste“)
Miroslav Vilímec, Violine
Jarmila Vlachová, Akkordeon
Joseph Sulzer: Sarabanda auf G String op. 8
Tomaso Vitali: Ciaccona
Domenico Scarlatti: Sonate h moll
Ernest Bloch : Nigun aus dem Zyklus Baal Shem
John Williams: Thema aus Schindlers Liste
Alfred Schnittke: Suite im alten Stil (Pastorale, Menuet, Pantomima)

P A U S E

Gorka Hermosa: Northern Lights (Nordlichter/Severní svetla)
Manuel de Falla: Spanische Suite „Populaire“
Pablo de Sarasate: Zigeunermelodien , op. 20
➥ zum Programmzettel
MIROSLAV VILÍMEC – VIOLINE

Miroslav Vilímec verbindet seine Tätigkeit als Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie mit einer reichen Solokarriere. Der Grundstein wurde von seiner Mutter, Geigerin und Pädagogin Ilona Vilímcová, für ihn gelegt, dann setzte Vilímec das Geigenspiel in der Klasse der Professoren Václav Snítil an der HAMU in Prag fort. Unmittelbar nach seinem Studium wurde M. Vilímec nach erfolgreichem Vorspiel bei den Tschechischen Philharmonikern aufgenommen. Von 1991 bis 2015 war er dort stellvertretender Konzertmeister. Seit 2015 spielt er in der Gruppe der ersten Geigen.

Miroslav Vilímec ist mit fast allen tschechischen Orchestern aufgetreten. Regelmäßig arbeitet er mit dem Elternorchester zusammen, mit dem er beispielsweise Suks Fantasie, Lalos Spanische Symphonie, Konzerte von Mozart, Saint-Saëns, Petrželka und viele andere Kompositionen aufführte. Wichtige Momente seiner Karriere waren die Aufführung von Paganinis Konzert in D-Dur Nr. 1 und Kubelíks Konzert in B-Dur Nr. 4, beide unter der Leitung von Václav Neumann und im letzteren Fall in persönlicher Anwesenheit von Rafael Kubelík.

Weitere wichtige Werke mit Orchestern sind eine kollektive Aufnahme von 14 Violinkonzerten des französischen Komponisten der Klassik Chevalier de Saint-Georges mit den Pilsener Philharmonikern.
Miroslav Vilímec tritt häufig als Solist in Kammerkonzerten oder als Solist mit tschechischen Orchestern auf. Als Solist tritt er regelmäßig in der Kammerkonzertreihe der Tschechischen Philharmoniker auf. Auch seine Radio- und CD-Aufnahmen erscheinen regelmäßig.

Miroslav Vilímec ist auch Vorsitzender der Jan Kubelík-Gesellschaft, die sich um das künstlerische Erbe von Jan Kubelík und anderen wichtigen tschechischen Geigern kümmert.

M. Vilímec organisiert seit langem den Konzertzyklus „Musik in den Synagogen der Region Pilsen“, ein Festival, das jedes Jahr in sechs Synagogen in Westböhmen stattfindet.

Miroslav Vilímec tritt häufig in Kammerkonzerten mit seinem Bruder, dem Pianisten Vladislav, Jitka Nováková und seinem Sohn Libor im Familienviolinenensemble Tre Violini auf. Zuletzt hat er intensiv mit dem Akkordeonistin Jarmila Vlachová zusammengearbeitet.

Gegenwärtig tritt M. Vilímec häufig als Solist beim Orchester Symphony Prague auf, zuletzt mit großem Erfolg mit dem Violinkonzert von J. S. Bach in a-Moll in Stuttgart in der Liederhalle.

Miroslav Vilímec ist auch künstlerischer Leiter des Kammerorchesters Harmonia Praga, das regelmäßig Konzerte in Prag organisiert.

Miroslav Vilímec spielt derzeit das Instrument von Nicolas Lupot aus dem Jahr 1810.


JARMILA VLACHOVÁ - AKORDEON

Die Akkordeonistin Jarmila Vlachová absolvierte das Konservatorium in Pilsen in den Bereichen Akkordeon bei Prof. Ludmila Rottenbornová (1999) und Klavier bei Prof. Věra Rezková (2003). 2005 schloss sie eine Ausbildung in den Bereichen Musikpädagogik-Akkordeon am Institut für Musikkultur in Pilsen, Fakultät für Bildungswissenschaften, unter Anleitung ihres Vaters Jaroslav Vlach ab.

Seit 2001 gewann Jarmila Vlachová eine Reihe wichtiger Auszeichnungen bei Akkordeonwettbewerben in der Tschechischen Republik und im Ausland.
Sie erhielt für die Abschlussleistung ihres Aufbaustudiums an der Royal Academy of Music in Aarhus, Dänemark, in der Klasse von Jytte von Rüden 2007 die höchstmögliche Auszeichnung.
Sie gewann den Pilsener Orpheus-Preis, der 2004 zur 700-jährigen Gründung der Stadt Pilsen an junge Musiker im Bereich klassische Musik verliehen wurde. Bei Radio Pilsen hat sie seitdem eine Reihe von Originalkompositionen zeitgenössischer Komponisten aus Pilsen und Prag für Akkordeon aufgenommen.
Als Solistin arbeitet sie mit den Pilsener Philharmonikern zusammen.
Sie gibt Konzerte im ganzen Land und im Ausland (Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Dänemark), tourte 2003 und 2005 unter der Schirmherrschaft des Außenministeriums zusammen mit führenden tschechischen Künstlern durch Brasilien und nahm so am Projekt „Tschechische Kunst für Lidice in Brasilien“ teil.
Beim Internationalen Musikfestival in Kutná Hora arbeitete sie auch mit dem Cellisten Jiří Bárta zusammen und nahm Musikprogramme für das tschechische Fernsehen auf.
2004 entstand mit dem Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie Miroslav Vilímec eine Profil-CD für das Musikfestival „Musik in Synagogen der Region Plzeň“ und eine mit jüdischer Literatur.
Seit September 2019 ist Jarmila Vlachová stellvertretende Direktorin am Pilsener Konservatorium.
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Samstag,  28.08.2021
18 :00 Uhr
casalQuartett
"Nordlicht"

Grieg, Nielsen, Sibelius
Felix Froschhammer, Violine
Rachel Späth, Violine
Markus Fleck, Viola
Sebastian Braun, Violoncello
zum Programm
Seit seiner Gründung 1996 entwickelte sich das Zürcher casalQuartett in über 1.700 Konzerten in aller Welt zu einem der international renommiertesten Quartetten der Schweiz. Seine stilistische Vielfalt und vitale Bühnenpräsenz sind aussergewöhnliche Merkmale.
Ausgebildet beim Carmina-Quartett in Zürich, dem Alban-Berg-Quartett in Köln und bei Walter Levin in Basel, kamen wichtige künstlerische Impulse durch die Zusammenarbeit mit Martha Argerich, Clemens Hagen, Patricia Kopatchinskaya, Sol Gabetta, Emma Kirkby, Benjamin Schmid, Maurice Steger, Christoph Prégardien, Christian Immler, Fazil Say, Khatia Buniatishvili, Nuria Rial, Regula Mühlemann, Katja Riemann, Suzanne von Borsody und vielen anderen. Neben der Pflege des Kernrepertoires sind dem cQ die emotionale Nähe zum Publikum, die Einbindung künstlerischer Partner aus verschiedenen Bereichen und die konzeptionelle Ausgestaltung der Programme am wichtigsten.
Mitglieder des Ensembles setzen auch in eigenen Festivals und Konzertreihen in der Schweiz und Deutschland diese Vision von innovativem, lebendigem und emotionalem Konzertieren um. Das Streichquartett ist eine der wandlungsfähigsten Gattungen, dem sowohl stilistische Ausflüge in die Musik des 17. Jahrhunderts, die Welt des Tango Nuevo, des Jazz und neuester Kompositionen ebenso gelingen, wie die Erweiterung der klanglichen und inhaltlichen Dimension durch Gast-Musiker, Schauspieler und durch Tanz und Literatur. Von Stockhausens performativem Streichquartett mit 4 Helikoptern über Musikprojekte mit jungen Hörern, aber auch durch die häufige Moderation von traditionellen Konzerten entstehen Wesensmerkmale des cQ, das das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation zur Triebfeder seines Wirkens macht.
Durch intensive Beschäftigung mit dem idealen historischen Instrumentarium des Tiroler Geigenbauers Jacobus Stainer und der faszinierenden - vielfach unbekannten - Musik des 18. Jahrhunderts, hat sich das cQ nicht nur eine internationale Fangemeinde erspielt, sondern auch einen einzigartigen Quartettklang und -stil entwickelt, der ein neues Licht auf die Blütezeit des Streichquartetts zwischen Scarlatti und dem Erscheinen Beethovens wirft.
Für Beethovens Jubiläumsjahr 2020 kreierte das cQ die fünfteilige Hommage „Beethovens Welt - der Revolutionär und seine Rivalen“, die neben seinem Werk auch seine Zeitgenossen und musikalischen Konkurrenten eindrücklich porträtiert. Ein 112 Seiten starkes, reich bebildertes Booklet rundet das bisher aufwändigste Aufnahmeprojekt des cQ ab. Weltweite Rezensionen feierten die Box als eine der bedeutendsten Veröffentlichungen zum Thema Beethoven. Das AUDIO-Magazin krönte sie zur CD des Monats Nov/20 und schloss mit dem Satz: „Eine Box, die bleiben wird. Wie Beethovens Musik.“
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Sonntag,  29.08.2021
16 :00 Uhr
Adele Bitter, Cello solo
Klangräume vom Barock bis zum Orient

zum Programm
Wir heißen die vielfach ausgezeichnete Cellistin Adele Bitter, Vorspielerin der Violoncelli im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin bei den Wurzer Sommerkonzerten herzliche willkommen und freuen uns sehr, dass sie spontan eingesprungen ist, nachdem das Avlos Trio aus gesundheitlichen Gründen das Konzert absagen musste und das casalQuartett dadurch bereits am Sa., den 28. August um 18 Uhr in die Bresche springen wird.

Adele Bitter bringt ein vielseitiges Programm mit nach Wurz. Die barocken Klänge des italienischen Komponisten Domenico Gabrielli werden einstimmen auf ein Programm, das 400 Jahre Musikgeschichte und verschiedene Kulturkreise umspannt. Gabriellis „Ricercari per violoncello solo“ gehören zu den frühesten Stücken für Cello solo, sind höchst vrituos und haben improvisatorischen Charakter. Sicher gaben seine Ricercari erste Impulse für die berühmten Suiten für Cello solo von Johann Seb. Bach. Seine Suiten Nr. 2 und 3 hat Adele Bitter im Gepäck. In ihrer Mehrstimmigkeit und Komplexität sind Sie für Pablo Casals „… die Quintessenz von Bachs Schaffen, und Bach selbst ist die Quintessenz aller Musik.“ Ahmed Adnan Saygun (1907 geb. in Izmir, 1991 in Istanbul gestorben) und seine Musik sind eine Entdeckung verbunden mit einer Reise in den Orient. In Deutschland zu Unrecht kaum bekannt gehörte zu den ersten professionellen Komponisten, die such auf Basis der türkischen Musik auch an der westlichen „Klassik“ orientierten. Mitreißende folkloristische Elemente faszinieren in der Kombination mit der Musik seiner Zeit. Zum Abschluss des Konzerts blitzt mit Jacques Iberts „Ghirlarzana“ für Cello solo die Eleganz und zarte Romantik des französischen Impressionismus auf versehen mit einer neoklassizistischen Note.
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Samstag,  04.09.2021
18 :00 Uhr
Chursächsische Streichersolisten
"Ein Sommernachtstraum"

Purcell, Britten, Mendelssohn Bartholdy
Henry Purcell
(1659-1695)
»The Fairy Queen« –
Ein Sommernachtstraum
Benjamin Britten
(1913-1976)
»Simple Symphony«
Felix Mendelssohn Bartholdy
(1809-1847)
Streichersinfonie Nr. 7 d-Moll
➥ zum Programmzettel
Die Chursächsischen Streichersolisten lassen einen musikalischen »Sommernachtstraum« wahr werden: Dabei können Sie ganz träumerisch in der gleichnamigen Suite »The Fairy Queen« von Henry Purcell versinken. Außerdem wird dieser Sommernachtstraum mit Benjamin Brittens »Simple Symphony« und der berühmte Streichersinfonie Nr. 7 von Felix Mendelssohn Bartholdy bereichert -
Ein träumerisches Sommerkonzert…
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Veranstaltungsort:
Dr. Rita Kielhorn, Innenhof Historischer Pfarrhof Wurz, Kirchplatz 1, 92715 Wurz/Püchersreuth
bei Regen im Marstall.

Informationen:
www.wurzer-sommerkonzerte.de, kielhorn@wurzer-sommerkonzerte.de, Tel.: 0 30/ 8 73 84 81 oder 0 96 02/ 7178 (nur während der Konzertsaison),
Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, LK Neustadt a. d. Waldnaab, Stadtplatz 34, 92660 Neustadt/WN., Tel. 09602/791060, tourismus@neustadt.de

Kartenverkauf:
1 Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse, Tel.: 0 96 02/ 71 78
Kartenvorverkauf:
Der Neue Tag, Weigelstr. 16, 92637 Weiden, Tel.: 09 61 / 85-5 50,
Vorverkauf von NT-ticket.de und
www.okticket.de

zu 20,- €, erm. 10,- €, Kinder bis 14 J. frei

Besuchen Sie auch unsere Fotoausstellung "30 Jahre Wurzer Sommerkonzerte".

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