31. Wurzer Sommerkonzerte 2018
28. Juli bis 08. September 2018
im Historischen Pfarrhof - in Wurz - in der Oberpfalz
Programm 2018

Ausstellung während der Konzertsaison

Fünf Künstler des Oberpfälzer Kunstvereins

Fünf Künstler des Oberpfälzer Kunstvereins (OKV) bereichern mit ihren Bildern und Holz-Skulpturen das anspruchsvolle wie beliebte Programm der 31. Wurzer Sommerkonzerte. Was liegt daher näher, den Auftakt mit einer Vernissage zu beginnen: Am Freitag, 27. Juli um 19 Uhr im umgebauten Marstall des historischen Muttone-Pfarrhofs in Wurz laden die Gastgeberin, Dr. Rita Kielhorn, und die Künstler herzlich ein.

Zur Einstimmung eine kurze Vorstellung der Künstler und ihrer Kunst: Hugo Braun-Meierhöfer muss für die Materialien seiner Holzobjekte nicht in die Ferne reisen. Seine Hölzer wachsen im Oberpfälzer Wald oder befinden sich in den Gärten nebenan: Zwetschge und helle Birke, rot getönte Kirsche und die Walnuss, edler Essigbaum oder auch schon mal von der zugereisten Olive. Mit seinen Hohlkörpern beschäftigt sich der in Weiden lebende Künstler Hugo Braun-Meierhöfer mit dem Spannungsfeld von achsialer Geometrie und den natürlichen Verformungen des Holzes. Eine Entwicklung wird eingeleitet. Stämme, Astgabeln, gespaltene Kloben werden rotierend zu Objekten geformt und öffnen ihr inneres Bild dem Betrachter. Die hervorgetretenen Farben, Formen und Strukturen zeigen Holz in einer Vielfalt und Variantenbreite, die den Betrachter überraschen und ihm neue Einsichten eröffnen. Gerade die „Fehlstellen“ schaffen Unikate im besten Sinne einer Gestaltung.

Für Claudia Biller-Fütterer spielt das Material in ihren Bildern eine wesentliche Rolle: „Ich bin stets neugierig auf Oberflächen, auf Strukturen, auf Farbe in Verbindung mit Materialität", betont die Künstlerin. Dabei bekommt die Farbe ihre unterschiedliche Beschaffenheit durch das Beimengen und Collagieren von fremden Materialien. Die Farbe wird in vielen Schichten aufgetragen, wieder abgekratzt, neu aufgetragen. Die durch den Verfall eigene Schönheit und Kraft der Natur möchte sie dem Betrachter näher bringen: „Ich fühle mich der Natur verbunden, Baumrinden, Erdoberflächen, Erdstrukturen, Erdtöne.“ Oft arbeitet die in Vohenstrauß lebende Künstlerin Fragmente wie Holz oder Papier und Fundstücke ein – oder verwendet auch schon mal Kaminasche vom Buchenholz und Gesteinsmehle.

Gerda Moser arbeitet in Aquarell, Aquarell-Kreide, Acryl und Öl, mit Vorliebe auf großflächigen Formaten. Eine Eigenart in vielen ihrer Bilder ist das sensible Akzentuieren. Das können kleine Flächenteile, kontrastierende Farben, Linien oder gegenständliche Andeutungen mit realistischen Formen sein, aber auch urplötzlich räumliche Bezüge, gewissermaßen räumliche Schlupfwinkel in flächigen Farbbewegungen. Die mit eigenem Atelier in Schirmitz lebende Künstlerin ist bereits seit 1996 Mitglied im Oberpfälzer Kunstverein und Ausstellungsleiterin und hat schon zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen gestaltet. Zur Ausstellung in Wurz kommen Landschaft und Abstraktes in Acryl - natürlich großformatig.

Zeichnen und Malen waren schon sehr früh die Lieblingsbeschäftigungen von Inge Posorski, die seit 2004 dem Oberpfälzer Kunstverein angehört. Sie kam über das Aquarell zur Mischtechnik, die völlig neue „Farbschleusen“ öffnete und den Bildern expressionistische Anklänge beschert. Ihre malerische Tatkraft erwächst aus der Intention des Moments. Tiere verkörpert sie ebenso auf die Leinwand wie Menschen in Alltagssituationen, Landschaften, Stillleben und abstrakte Motive. Der Harmonie der Farben räumt die in Neusorg lebende Künstlerin in ihren Interpretationen aber den Vorrang vor anderen Dingen ein. Bilder mit Titel „Tanz im Raps“, „Bei Hofe“, „Lilli M.“ oder „Balkan“ werden in Wurz das Auge des Besuchers erfreuen.

Wenn ein Motiv überzeugt, ist das der Grund für den Weidener Künstler Bernd Seidl, dieses dann als Bild umzusetzen. Ob Landschaft oder Stadtansicht, ob auf Reisen oder in der Oberpfalz: Die Eindrücke hält er oft schon vor Ort im Skizzenbuch fest. In Aquarell, Acryl oder als Tuschezeichnung bringt er diese dann auf die Leinwand bzw. Papier. Es kommt ihm dabei nicht auf detailgenaue Wiedergabe an, sondern er versucht, seine Stimmung in das Bild einfließen zu lassen und gleitet ins Abstrakte. Dabei hält er sich an die Vorgabe seines langjährigen Lehrers Andreas Mattern aus Berlin: „Lebendig ist wichtiger als richtig“. Die Sommerkonzerte bereichert er mit Landschaften in Acryl.